Theoretisches Sampling

Einleitung

Die Auswahl der Fälle wird in der qualitativen Sozialforschung Sampling genannt. Es gibt in der qualitativen Forschung unterschiedliche Ansätze dazu, wie das Sampling ablaufen soll. Ein Ansatz davon ist das sogenannte theoretische Sampling, welches im Zusammenhang mit der Grounded Theory Methodology entstanden ist.

Das theoretische Sampling setzt voraus, dass die Datenerhebung und Datenauswertung parallel während des Forschungsprozesses ablaufen. D.h. es werden nicht im ersten Schritt alle Daten erhoben, die dann im zweiten Schritt ausgewertet werden, sondern diese beiden Schritte wechseln sich immer wieder ab. Dabei orientiert sich das Vorgehen immer an dem Ziel, eine Theorie über das untersuchte Phänomen zu entwickeln. Die Datenerhebung erstreckt sich somit über den ganzen Forschunfprozess. Der Auswahl des einzelnen Falles erfolgt aufgrund von bestimmten theoretischen Annahmen, die sich im Forschungsprozess entwickeln.

Minimaler und maximaler Kontrast

Die Fallauswahl orientiert sich dabei am minimalen und maximalen Kontrast. Hier geht es weiter...